Die Chartreux, deutsch Kartäuser, ist eine französische Rassekatze mit blaugrauem Fell und bernsteinfarbenen Augen.
Die Chartreux ist kräftig und muskulös, der Kater größer als die
Kätzin. Schädel und Schnauze sind bei beiden gut ausgeprägt, ebenfalls
der Brustkorb. Der Kopf ist trapezförmig. Beim Kater umrahmen die
Backen das Gesicht wie eine Kapuze. Die mittelgroßen Ohren sind relativ
eng und hoch gesetzt und stehen aufrecht, was dem Gesicht einen
aufmerksamen Ausdruck verleiht. Die leicht schräg platzierten Augen
haben eine intensiv gelbe Farbe. Das Fell ist einfarbig blaugrau, kurz,
dicht und leicht wollig. Als Fehler gelten grüne Augen, lange Haare und
weiße Flecken.
Die Chartreux ist eine sehr freundliche, intelligente, gelehrige,
aber auch sehr selbständige Katze. Das über Jahrhunderte lange
Überleben in freier Wildbahn hat der Chartreux bis in die heutige Zeit
die Ursprünglichkeit der Naturrasse erhalten.
Geschichte
Die Chartreux kommt ursprünglich aus den Bergen Syriens. Im
13. Jahrhundert wurde sie unter den Namen: Syrerkatze, Malta-Katze,
Zypern-Katze nach Europa gebracht, wo sie in Italien erstmals im
16. Jahrhundert urkundlich als Syrerkatze vom italienischen
Naturhistoriker Ulisse Aldrovandi
schriftlich erwähnt und abgebildet ist. Der heutige Standard und die
Charakterisierung der Chartreux entspricht bis ins Detail der damals
treffend beschriebenen Syrerkatze. Diese importierte Naturrasse, die
später Chartreux genannt wurde, hat sich in Frankreich
– vermutlich in geschlossener Population – relativ rein erhalten. Ab
1920 wurde sie erstmals in der Bretagne systematisch gezüchtet.
Da im Zweiten Weltkrieg die Zahl der Rassekatzen knapp war und da man InzuchtBritisch Kurzhaar (BKH) mit der französischen Chartreux gekreuzt,
was heute nicht mehr erlaubt ist. Anfang der 70er-Jahre wurden die
blauen Farbschläge beider Rassen vom internationalen Zuchtverband FIFe unter dem gemeinsamen Namen ChartreuxKartäuser. Zudem wurden Perserkatzen
eingekreuzt, was die Merkmale der ursprünglichen Chartreux zunehmend
verdrängte; nur die typische blaue Färbung des Fells und die Augenfarbe
erinnerten im Wesentlichen an diese Rasse. vermeiden wollte, wurde zeitweise die
zusammengefasst, in Deutschland und Österreich eingedeutscht zu
Parallel dazu wurden die wenigen ursprünglichen französischen
Chartreux weiterhin gezüchtet, vor allem in Frankreich und den
Benelux-Ländern, aber nicht mit anderen Rassen gekreuzt. So blieben die
Merkmale der Chartreux bis heute erhalten. Durch die Bemühungen des
Präsidenten des Club Du Chat Des Chartreux, Jean Simonnet, der in
mehreren Veröffentlichungen die Unterschiedlichkeit der Rassen BKH und
Chartreux dargestellt hatte, erkannte 1977 die FIFe die Chartreux als
eigenständige Rasse mit eigenem Standard an. Heute darf sich nur noch
die Chartreux Kartäuser nennen, was aber nicht verhindert, dass einige Züchter der Britisch Kurzhaar die blauen Vertreter der Rasse immer noch als Kartäuser anpreisen.
Quelle: Wikipedia
|